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Montag, 7. Juli 2014

EU schafft Grundlagen zum Militär-Einsatz gegen die Bürger

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/28/eu-schafft-grundlagen-zum-militaer-einsatz-gegen-die-buerger/

EU schafft Grundlagen zum Militär-Einsatz gegen die Bürger

Die EU hat eine sogenannte „Solidaritätsklausel“ verabschiedet. Im Fall von Katastrophen oder Terroranschlägen in Mitgliedsstaaten tritt künftig der Bündnisfall ein. Brüssel schafft so den juristischen Rahmen für den europaweiten Einsatz von Polizei- und Militäreinheiten.
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Die EU hat die rechtlichen Vorraussetzungen für einen Einsatz der Europäische Gendarmerie-Einheit geschaffen. (Foto: dpa)
Die EU hat die rechtlichen Vorraussetzungen für einen Einsatz der Europäische Gendarmerie-Einheit geschaffen. (Foto: dpa)
Die am Dienstag beschlossene „Solidaritätsklausel“ soll es der EU ermöglichen „im Falle von Terroranschlägen, natürlichen oder menschengemachten Katastrophen geschlossen zu handeln“. Die EU schafft dadurch die rechtlichen Rahmen für einen europaweiten Einsatz der Polizei und des Militärs. Die Bedingungen für ein Inkrafttreten der Klausel sind dabei ebenso vage gehalten wie die möglichen Maßnahmen.
„Die gestrige Verabschiedung im Rat für Allgemeine Angelegenheiten geschah im Verborgenen: Der Punkt tauchte nicht in der Tagesordnung des Treffens auf. Die Presse war nicht informiert. Jedoch handelt es sich um eine der umstrittensten Regelungen der EU-Verträge. Genau deshalb war die Ausformulierung der ‚Solidaritätsklausel’ bei der Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Linken, André Hunko.
Die „Solidaritätsklausel“ kann ein Staat geltend machen, wenn eine Krise seine„Bewältigungskapazitäten eindeutig übersteigt“, wie aus einerStellungnahme des EU-Rats hervorgeht.  Die EU-Staaten müssen dann „alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente“ mobilisieren. Die Rede ist von „operativen, politischen oder finanziellen Instrumenten und Strukturen“. Hierzu gehören auch polizeiliche und militärische Maßnahmen.
Die EU schafft damit einen juristischen Rahmen für den europaweiten Einsatz von Polizei- und Militäreinheiten. Zeitgleich arbeitet die EU-Kommission intensiv an der Schaffung einer einheitlichen EU-Polizeieinheit sowie einer EU-Staatsanwaltschaft (mehr hier).
Die Klausel ist die rechtliche Grundlage für Einsätze polizeilicher Spezialkräfte des ‚ATLAS-Netzwerks’, das von der EU-Kommission aufgebaut wird. Aus Deutschland ist daran die GSG 9 beteiligt. Letztes Jahr durfte die Spezialeinheit der Bundespolizei erstmalig eine über mehrere Länder verteilte ATLAS-Großübung leiten.
Auch der Einsatz der „Europäische Gendarmerie-Truppe“ (EUROGENDFOR) wird durch die „Solidaritätsklausel“ ermöglicht, wie Heiseberichtet. An der Einheit mit Hauptsitz im italienischen Vicenza sind alle EU-Mitgliedstaaten beteiligt, die Gendarmerien, also Polizeieinheiten mit militärischem Status, unterhalten. Zu den Gründerstaaten der EUROGENDFOR zählen Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und die Niederlanden. Ihre Dienste bietet die Gendarmerie-Einheit der EU, der NATO oder der UNO an.
Zudem werden die beiden geheimdienstlichen EU-Lagezentren durch die Klausel gestärkt. Dabei handelt es sich um die EU-Geheimdienste EUMS INT und INTCEN, die den EU-Rat regelmäßig bei der „Einschätzung der Bedrohungen“beraten sollen. Die Dienste können dafür auf Geheimdienstmaterial aus den EU-Mitgliedsländern und auf die EU-Satellitenüberwachung zurückgreifen.
„Die ‚Solidaritätsklausel’ ist überflüssig, denn die EU verfügt bereits über Mechanismen zur gegenseitigen Hilfe im Falle von Katastrophen. Zum anderen verstärkt die Klausel den Kurs auf eine Militarisierung der Innenpolitik, da auf Anfrage auch Militär in einem anderen Mitgliedstaat eingesetzt werden kann. Ich befürchte dass es um den innenpolitischen Bündnisfall geht: Der soll gelten, wenn‚schwerwiegende Auswirkungen auf Menschen, die Umwelt oder Vermögenswerte’ drohen. Sogar politisch motivierte Blockaden in den Bereichen Energie, Transport und Verkehr oder Generalstreiks sind mit erfasst“, so Hunko weiter.
Noch strittig ist, wo die „Solidaritätsklausel“ tatsächliche Geltung findet, wie Heiseweiter berichtet. Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören „Landfläche, Binnengewässer, Hoheitsgewässer und Luftraum“ der betreffenden Länder. Es sind aber auch Krisen und Katastrophen erfasst, wenn diese ihren Ursprung „außerhalb des Gebiets der Mitgliedstaaten haben“.
„Ausdrücklich wird auf Krisen Bezug genommen, deren Anlass ‚außerhalb der EU‘ zu suchen sei. Diese Vermischung von innerer und äußerer Sicherheit lehnt die Linksfraktion ab. Statt einer Militarisierung der Innenpolitik durch den Einsatz von Militär im Inneren anderer Mitgliedstaaten, brauchen wir eine Stärkung der zivilen Solidaritätsmechanismen in der EU“, so Hunko weiter.

Griechenland: Erstes Konzentrationslager in Betrieb

http://www.iknews.de/2012/05/01/griechenland-erstes-konzentrationslager-in-betrieb/

Griechenland: Erstes Konzentrationslager in Betrieb

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In den USA gibt es sie bereits über das ganze Land verteilt, Internierungslager oder auch einfach KZ´s. Auch in den USA wird es damit begründet, dass die Flüchtlingsströme aus Mexiko der Auslöser sind, jedoch ist diese Erklärung schon alleine durch die Positionen der Lager schwer zu erklären. Das seinerzeit größte Lager in den USA könnte 40.000 Menschen auf einen Schlag einpferchen, von derartigen Strömen habe ich bisher noch nichts gehört. Nun beginnt in Europa der Aufbau einer Infrastruktur, welche wir seit dem zweiten Weltkrieg als ausgestorben glaubten. Das erste griechische KZ hat seinen Dienst aufgenommen und weitere 50 sollen folgen. Was ist von den Erklärungen zu halten?

Spätestens wenn nach den Wahlen den Bürgern klar wird, nichts wird sich ändern und die Zeiten gar noch schlimmer, kann sich Griechenland auf Krawall und Revolten gefasst machen. Nun jedoch zunächst zur offiziellen Erklärung für die “Internierungslager”. Hierfür einige Zeilen aus der BAZ:
Erstes Internierungslager für Flüchtlinge eröffnet
130’000 Menschen kommen jedes Jahr illegal nach Griechenland. Sie sollen künftig in speziellen Lagern untergebracht werden. Wenige Tage vor der griechischen Parlamentswahl wurde das erste eröffnet.
[...]
Mehrere Dutzend Menschen seien heute nach Amygdaleza gebracht worden, teilte die Polizei mit. Eine erste Gruppe von 52 Personen wurde bereits gestern interniert. Das Lager ist für 1200 Insassen ausgelegt.
[...]
Pro Jahr kommen über die See- und Landgrenzen Griechenlands etwa 130’000 Menschen illegal ins Land, der grösste Teil von ihnen über die Türkei.
[...]
Mit dem Zustrom wurde auch ein starker Anstieg von Gewaltverbrechen verzeichnet.
[...]
Das jetzt errichtete Lager im Westen der Hauptstadt Athen soll 1000 Insassen aufnehmen können. Insgesamt sollen bis Mitte 2013 rund 50 solcher Lager gebaut werden.[1]
Wer sich zunächst die Fakten ansieht, kommt nicht umhin sich einige Fragen zu stellen. Warum schafft man die Flüchtlinge nach Athen, dem am dichtesten besiedeltem Gebiet in Griechenland? Die größten Flüchtlingsströme dürften doch eher im Norden Griechenlands auf dem Landwege oder zumindest sehr kurzem Seeweg stattfinden, wenigstens was den “größten Teil” der Flüchtlinge, dem aus der Türkei angeht? Wenn noch 50 solcher Lager gebaut werden, würde nur bei einer Hochrechnung die Kapazität, ohne größere Lager bei 50.000 – 60.000 liegen. Will man die Flüchtlinge ganzjährig beherbergen? Sehen wir mal von bedingten saisonalen Schwankungen ab, würde es im Monat ~ 10.000 Flüchtlinge betreffen und gewisse Kapazitäten muss es ja auch jetzt schon geben, so meine bescheidene Meinung.
Hier eine Karte vom Bereich Griechenland und der Türkei um sich ein etwas besseres Bild von der Region und der Lage des ersten KZ´s machen zu können:
Fazit: Es ist ein sehr übler Beigeschmack dabei und wenn nun bald Spanien damit beginnt “Flüchtlingsauffanglager” zu bauen, wird noch etwas deutlicher, wohin die Reise geht. In den USA steht die Logistik der Internierungslager und bisher ist der große Strom der Mexikaner ausgeblieben. Wofür die Regierungen solche Konzentrationslager letztendlich bauen, bleibt der Phantasie der Leser überlassen, aber zumindest die offizielle Erklärung wirkt doch ein wenig konstruiert. Die Zunahme der Kriminalität hat mit absoluter Sicherheit auch sehr viel mit der wachsenden Armut und der Wut der Bürger zu tun.
Carpe diem

Amerikanische Kriegsverbrechen in der Ukraine?

Amerikanische Kriegsverbrechen in der Ukraine?

http://www.kla.tv/index.php?a=showportal&keyword=terror&id=3571

Gauck zur BND-Affäre – "Jetzt reicht's"

http://www.welt.de/politik/deutschland/article129834596/Gauck-zur-BND-Affaere-Jetzt-reichts.html
05.07.14

Gauck zur BND-Affäre – "Jetzt reicht's"

Im ZDF-Sommerinterview findet Bundespräsident Joachim Gauck klare Worte zu der erneuten Spitzelaffäre. Der Vorfall sei nicht nur ärgerlich, er gefährde auch die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Joachim Gauck sieht in der neuen Spitzelaffäre ein Risiko für die deutsch-amerikanischen Beziehungen
Foto: dpaJoachim Gauck sieht in der neuen Spitzelaffäre ein Risiko für die deutsch-amerikanischen Beziehungen
Die Affäre um einen US-Spion beimBundesnachrichtendienst (BND) ist aus Sicht von Bundespräsident Joachim Gauck ein Risiko für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Sollte sich herausstellen, dass ein Mitarbeiter des BND für US-Geheimdienste spioniert habe, sei das ein Spiel mit Freundschaften und enger Verbundenheit, sagte Gauck im ZDF-Sommerinterview. "Dann ist ja nun wirklich zu sagen: Jetzt reicht's auch einmal."
Hintergrund: Ein Mitarbeiter des BND steht unter Verdacht, für einen amerikanischen Dienst spioniert zu haben. Dabei handelt es sich um eine Person, die im Verwaltungsstab des BND in Pullach gearbeitet haben soll.
Der 31-jährige Deutsche wurde am Mittwoch in Berlin festgenommen. Der BND rechnet nach der Festnahme allerdings nur mit einem begrenzten Schaden. Nach einer ersten Bewertung gehe der deutsche Auslandsnachrichtendienst davon aus, dass der Mann keine besonders sensiblen Daten, sondern eher allgemein den BND betreffende Dokumente weitergegeben habe.

"Verteidigungshandlungen sind gerechtfertigt"

Erst vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die USA auch das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abgehört hat. Gauck zeigte sich über die erneute Spitzelaffäre im Interview empört: "Wir hatten wirklich eine lange und intensive Debatte darüber, mit welchen Rechten die NSA ausgestattet ist gegenüber anderen Ländern und den Bürgern auch unserer Nation", sagte Gauck im ZDF.
Darüber hinaus verteidigte Gauck in dem Interview auch seine Einstellung zu militärischen Maßnahmen. Nachdem der Bundespräsident öffentlich mehr Engagement in der deutschen Außenpolitik gefordert hatte, bezeichnete ihn der Linke-Abgeordnete Norbert Müller als "widerlichen Kriegshetzer". Der Publizist Jürgen Todenhöfer verhöhnte Gauck gar als Dschihadisten. Im Interview erklärte Gauck dazu, dass er zwar "eigentlich keinen gerechten Krieg" kenne. "Aber manchmal sind Verteidigungshandlungen gerechtfertigt."
Das Interview wird an diesem Sonntag gesendet. Einen Ausschnitt zeigte das ZDF am Samstag in der "Heute"-Sendung.

Großbritannien: Dutzende Politiker unter Pädophilie-Verdacht

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/05/grossbritannien-dutzende-politiker-unter-paedophilie-verdacht/

Großbritannien: Dutzende Politiker unter Pädophilie-Verdacht

In Großbritannien ist ein Kinderschänder-Ring aufgeflogen. Unter den Verdächtigen befinden sich Dutzende hochrangige Politiker. Zu ihnen gehören auch ehemalige Minister und Lords.
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Der britische Premierminister David Cameron steht unter Druck. In den Reihen des britischen Parlaments befinden sich Pädophile.  Die britische Regierung muss den aktuellen Kinderschänder-Skandal aufklären. (Foto: dpa)
Der britische Premierminister David Cameron steht unter Druck. In den Reihen des britischen Parlaments befinden sich Pädophile. Die britische Regierung muss den aktuellen Kinderschänder-Skandal aufklären. (Foto: dpa)
Die britische Polizei hat offenbar einen Kinderschänder-Ring gesprengt. Zu den Verdächtigen gehören insgesamt 40 amtierende und ehemalige Politiker.
Es sollen sich sogar ehemalige Minister und Lords unter ihnen befinden. Die Personen sollen entweder aktiv Pädophilie betrieben oder derartige Straftaten gedeckt haben.
Der britische Parlamentarier Tom Watson hatte Premierminister David Cameron schon 2012 auf einen „sehr einflussreichen Pädophilen-Ring“ hingewiesen, berichtetThe Telegraph.
Als Adressen nannte er das Parlament und auch den traditionellen Wohnsitz der britischen Premierminister, Haus 10 Downing Street.
Doch es gibt keine Garantie für eine komplette Aufklärung. In den vergangenen Jahrzehnten kam es in Großbritannien immer wieder zu Polizei-Aktionen gegen einflussreiche Kinderschänder-Ringe.
In sehr vielen Fällen handelte es sich bei den Opfern um Waisenkinder. Diese wurden von Waisen-Häusern ihren Peinigern zur Verfügung gestellt, berichtet The Independent.

Sonntag, 6. Juli 2014

EILT!!! Petition gegen Fracking: Sinn macht nur eine Novellierung des Bergrechts

http://netzfrauen.com/NF/2014/06/23/fracking-novellierung-des-bergrechts/

EILT!!! Petition gegen Fracking: Sinn macht nur eine Novellierung des Bergrechts

Fracking
Wie wir bereits berichteten, nutzen unsere Politiker den allgemeinen WM-Taumel nur zu gerne, um neue Gesetzesentwürfe ins Kabinett einzubringen oder Gesetze zu verabschieden. Aktuell geht es um das Thema Fracking.
Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen kämpfen seit einigen Monaten mit diesem Thema. Die Europäische Kommission beantwortete einen offenen Brief, den Anfang des Jahres über 400 Organisationen unterzeichneten.
Im Januar schrieben über 400 internationale Gruppen einen offenen Brief zum Thema Fracking. Empfänger waren José Manuel Barroso (Präsident der Europäischen Kommission), zuständige EU-Ausschüsse, nationale Präsidenten und Minister. Die Europäische Kommission antwortete im Februar:
„…Gemäß der TFEU haben Mitgliedsstaaten das Recht, die Bedingungen für die Erschließung ihrer Energieressourcen festzulegen solange sie die Notwendigkeit anerkennen, die Qualität der Umwelt zu bewahren, zu schützen und zu verbessern. Sie müssen durch entsprechende Gutachten, Zulassungs- und Genehmigungsverfahren, sowie durch Überwachung und Überprüfung sicherstellen, dass jede Form der Erschließung von Energiequellen – auch das hydraulische Fracking, die Anforderungen der in der EU existierenden rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen…
Die Kommission beabsichtigt nicht, ihre Zusagen hinsichtlich der Dekarbonisierung,  Energieeffizienz und erneuerbarer Energien zu verwässern…“
Es folgen Hinweise auf Empfehlungen (die natürlich nicht rechtsverbindlich sind) und auf Handlungsspielraum und Entscheidungsgewalten, die den Mitgliedsstaaten erhalten bleiben. Das ist ja alles gut und schön. Aber was, wenn ein Land keinerlei rechtliche Handhabe gegen Fracking hat?
In Deutschland haben wir, was das Thema Fracking angeht, einen quasi rechtsfreien Raum. Es gibt keinerlei konkrete Gesetze zum Thema Fracking, wie etwa Gesetze, die Grundbesitzern untersagen, die Nutzungsrechte an ihrem Land gegen viel Geld an ein Erdgasunternehmen abzutreten oder letzeren das Fördern von Erdgas verbieten. Selbst das Bergrecht ist in Sachen Fracking wenig hilfreich. Es sieht sogar einen Rechtsanspruch auf die Erlaubnis zur Förderung natürlicher Ressourcen vor.
Dabei ist das Bundesberggesetz, das BBergG, völlig überholt:
Rechtsgrundlage für den Abbau von Bodenschätzen in Deutschland ist das Bundesberggesetz (BBergG), welches 1980 entsprechende Regelungen der Länder ersetzte. Das heutige deutsche Bergrecht ist dabei stark geprägt durch das Allgemeine Preußische Berggesetz von 1865. Zur Zeit der NS-Herrschaft kamen weitere Regelungen hinzu, die den Autarkiebestrebungen und der Kriegswirtschaft des Regimes dienten, sich aber zum Teil noch im heutigen Bergrecht finden. Die letzten wesentlichen Änderungen gab es 1990 im Zusammenhang mit der deutschen Einheit und der Einführung von Regelungen zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die danach bei Bergbauvorhaben nur ausnahmsweise durchzuführen ist. Das derzeit geltende BBergG räumt dem öffentlichen Interesse des Bergbaus weitgehend Vorrang vor anderen Belangen ein. Bergbaubetroffene haben oftmals das Nachsehen. Eine gleichwertige Interessenabwägung in der Planungs- und Genehmigungsphase findet faktisch nicht statt.
Auch das Beispiel der Fracking-Technologie (Förderung von unkonventionellem Erdgas) verdeutlicht, dass das BBergG gerade für die Risiken neuer Technologien kein ausreichendes Instrumentarium bereithält, um die Sicherheit von Mensch und Natur zu gewährleisten.
Als seinerzeit das Bundesberggesetz erlassen wurde, machte man sich herzlich wenig Gedanken über Umweltprobleme. Es gab auch kein Fracking, wie es heute vorgesehen ist und somit auch nicht die damit einhergehenden Risiken.
Das BBergG ist hoffnungslos veraltet. Das natürlich nicht nur in Sachen Fracking, sondern auch hinsichtlich des Kohleabbaus. So ist, was einst als öffentliches Interesse angesehen wurde (und worauf immer noch zahlreiche Enteignungen begründet sind), längst nicht mehr aktuell. Mittlerweile liegen so viele neue Studien vor über die Belastung für Umwelt und Gesundheit und es gibt so viele Alternativen zur Kohlekraft, dass eine Novellierung zwingend nötig wäre.
Was wäre bei einem „rechtsfreien Raum” einfacher als für lückenfüllende Gesetzesgrundlagen zu sorgen? Und da am längeren Hebel unserer gesetzgebenden Gewalt derzeit Befürworter von Fracking sitzen, würden diese gerne vollendete Tatsachen schaffen – in Form von Gesetzen, die es den Bundesländern (denn auf dieser Ebene wird über Fracking entschieden) unmöglich machen, hydraulisches Fracking landesweit grundsätzlich zu verbieten. Da könnte es dann allerdings sein, dass sich jene in den Hintern beißen, die damals auf Landesebene gegen und im Bundestag für Fracking stimmten – womöglich weil sie (wie Exxon-Chef Tillerson) keine Frackplätze vor ihrer Haustüre haben wollten…
Was nicht weiter verwunderlich ist. Denn selbst wenn ohne den Einsatz von Chemikalien gefrackt werden sollte, bliebe Fracking eine Risikotechnologie, durch die trotzdem das Trinkwasser belastet werden kann, nämlich mit Methan, Ethan und Propan, hochentzündlichen Gasen, die beim Bohrvorgang und zusätzlich auch durch Lecks freigesetzt werden können. Einer amerikanischen Studie zufolge ist die tatsächliche Methankonzentration in der Atmosphäre weit höher, als von der amerikanischen Umweltbehörde EPA berichtet. Folglich würde es auch mehr, zumindest aber größere Lecks geben, als vermutet. Und das Risiko für Erdbeben erhöht sich durch Fracking ebenfalls. [Siehe auch: Fracking – Nun mal Klartext, werte Herren Experten!]
In den letzten Wochen erhielten wir vermehrt Nachrichten von Lesern, die sich Sorgen machen, dass hydraulisches Fracking sich trotz aller bekannter Risiken auch in Deutschland etablieren könnte. Viele schicken uns Links zu Petitionen, die ein generelles Verbot von Fracking fordern. Diese Verbote würden aber ohne eine Novellierung des BBergG nicht viel Sinn machen.
Die Petition der Bürgerinitiativen gegen Fracking beinhalten eine entsprechende Forderung, weshalb wir diese gerne unterstützen. Die Forderungen in der Übersicht:
  • Ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Dies ist unabhängig davon, ob die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartig erzeugt wird.
     
  • Ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern.
     
  • Ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer.
     
  • Eine Novellierung des Bergrechts. Die höchsten Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit haben im Fokus der Novellierung zu stehen.
     
  • Ein konsequentes Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende, d.h. Abkehr von fossilen Brennstoffen, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz.
Bitte hier unterzeichnen: >Petition der Bürgerinitiativen gegen Fracking
Noch 16 Tage lang kann diese Petition unterzeichnet und verbreitet werden.
Netzfrau Andrea Wlazik
Weitere Informationen zum Thema Fracking finden Sie hier:

Die USA fordert Europa auf, die Einschränkungen für GVO zu lockern – U.S. Calls on Europe to Ease Limits on Gene-Altered Food

http://netzfrauen.com/NF/2014/06/29/die-usa-fordert-europa-auf-die-einschraenkungen-fuer-gvo-zu-erleichtern-u-s-calls-europe-ease-limits-gene-altered-food/

Die USA fordert Europa auf, die Einschränkungen für GVO zu lockern – U.S. Calls on Europe to Ease Limits on Gene-Altered Food

Monsanto10-300x300Da fordert der amerikanische Landwirtschaftsminister Europa auf, die Einschränkungen für GVO zu lockern. Er kann es wohl kaum erwarten, noch mehr GVO nach Europa zu exportieren. Dabei meint es er nur gut mit uns europäischen Verbrauchern. Schließlich haben auch wir es verdient, zwischen GVO und Nicht-GVO wählen zu dürfen.
Danke Herr Vilsack! So viel Rücksichts- und Anteilnahme haben wir nicht erwartet. Und ihren Vorschlag, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu kennzeichnen, finden auch wir nicht lächerlich. Allerdings werden wir dann In einigen Jahren vor dem Problem stehen, Produkte zu finden, in denen keine gentechnisch veränderten Zutaten verarbeitet sind. Dann werden wir keine Wahl mehr haben. Aber was soll’s, damit müssen unsere Kinder und Enkelkinder sich dann herumschlagen. Eine Verfahrensweise, die schon seit Jahrzehnten üblich ist.
Die Verhandlungsführer des TTIP verhandeln über das Sychronisieren von Vorschriften bei der Autoproduktion, den Medikamente und bei vielem mehr. Befürchten müssen wir ebenfalls eine Vereinheitlichung unserer Lebensmittel – in der Optik, im Geschmack und in der Zusammensetzung. Einheitsbrei für alle – ohne Rücksicht auf Verluste!
Diesen Artikel der New York Times haben wir für Sie inhaltlich zusammengefasst.
Die großen Offiziellen der amerikanischen Landwirtschaft forderten Brüssel Anfang Juni auf, mehr zu tun, um die Einschränkungen für gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futterpflanzen zu lockern – was sie sich durch die Einführung der TTIP erhoffen.
Der amerikanische Landwirtschaftsminister Tom Vilsack sagte einen Tag nach dem informellen Treffen gegenüber Reportern, dass es ohne ein ernsthaftes Engagement für die Landwirtschaft kein Handelsabkommen geben könne. Europäische Verbraucher sollten die Wahl haben, ob sie Biotech-Lebensmittel verwenden möchten.
Herr Vilsack will hier aber eine harte Nuss knacken. In der EU herrscht immer noch ein hartnäckiger Widerstand gegen GVO, oder die Lockerung der Vorschriften zum Schutz davor. Die Verhandlungsführer versuchen das Freihandelsabkommen durchzusetzen. Ein Abkommen, dass weit über das Beschneiden der Einführzölle hinausgeht, durch die Schaffung eines einheitlichen Marktes und durch die Synchronisierung von Vorschriften für Produkte wie Autos und Medikamente.
Auch nach fünf Verhandlungsrunden sind die Verhandlungspartner sich in einigen wichtigen Bereichen immer noch nicht einig – Wie die Tarife senken, sind die Finanzdienstleistungen in einem Angebot enthalten, wie schafft man freien Handel mit Lebensmitteln und der Landwirtschaft.
Diese Verhandlungen beunruhigen Oppositionen von beiden Seiten des Atlantiks, die die Umweltstandards und den Verbraucherschutz gefährdet sehen.
Die Vereinigten Staaten haben lange darauf bestanden, dass es keine wissenschaftliche Beweise für Sicherheitsrisiken von GVO gibt – egal ob sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge oder die Trockenheit gemacht wurden, oder eine andere Feinabstimmung geändert wurde. Doch viele Europäer sind vorsichtiger. Sie wollen kein GVO und verlangen, dass diese eingeschränkt werden. In europäischen Geschäften sind in der Regel nur wenige Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu bekommen, wegen der Skepsis der Verbraucher.
Ein Anbau ist in Europa ist beinahe nicht existent. Eine Maissorte von Monsanto, die im Jahr 1998 zugelassen wurde, ist die einzige Gen-veränderte Kulturpflanze. Sie wächst hauptsächlich in Spanien und machte im Jahr 212 lediglich 1,4 % der Maisproduktion aus.
Die Beamten der Europäischen Union haben Möglichkeiten der Förderung dieser Kulturpflanzen. Sie könnten den Ländern, die nach wir vor strickt gegen GVOs sind – wie Österreich, die Möglichkeit einräumen, GVOs in ihrem Land zu verbieten. Dafür würden diese Länder im Gegenzug ihre Ablehnung gegen die GVOs in Europa fallen lassen. Diesen Vorschlag muss vom Europäischen Parlament noch genehmigt werden. Ob diese Regelung den Anbau fördern würde, ist noch nicht geklärt.
Was die Importe betrifft, gibt es bereits einen wesentlichen Teil transatlantischen Handel – aber nicht in dem Maße, wie die USA es gerne hätte. Die Europäische Union hat die Einfuhr von 58 gentechnisch veränderten Sorten Lebens- und Futtermittel aus dem Rest der Welt zugelassen, einschließlich aus den USA. Neue Genehmigungen bleiben oft für viele Jahre in Entscheidungsprozessen stecken – auch nach einem grünen Licht durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Vilsack möchte diesen Regulierungsprozess synchronisieren. Zulassungen in den USA dauern etwas 18 Monate – verglichen mit 45 Monaten, die eine Zulassung in der Europäischen Union benötigt.
Europa sollte sich überlegen, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu kennzeichnen. Man könne mit einem Smartphone die Verpackung Scannen, selbst Europäische Minister hielten diese Idee nicht für lächerlich, so Vilsack weiter.
Dacian Ciolos, Landwirtschaftsminister der Europäischen Union, sagte auf einer Pressekonferenz, dass auch andere „wichtige Themen” mit Herrn Vilsack diskutiert wurden. einschließlich der europäischen Anforderungen an die amerikanischen Produzenten, so genannte geografische Angaben wie Feta zu verwenden, um Produkte wie z.B. den  griechischen Käse mit dem gleichen Namen zu schützen..
Die meisten Minister der Europäischen Union sehen keine Einigung ohne dass die geographischen Namen ein Bestandteil dieser Vereinbarung seien, sagte Ciolos.
Vilsack fragte während eines Treffens mit Reportern: “Wo ist Feta?”. Dabei handele es sich nicht einmal um einen Ort in Griechenland, sondern einfach nur um einen Herstellungsprozess. Wenn nur Griechenland den Namen „Feta” nutzen dürfe, einen Namen, den über einen langen Zeitraum viele Menschen genutzt haben, und man dies auf alle anderen Käsesorten ausweite, dann habe man ein Problem.
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