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Sonntag, 3. November 2013

Geheimdienst warnt vor Kampf um CO2-Rechte

http://www.welt.de/wirtschaft/article121447970/Geheimdienst-warnt-vor-Kampf-um-CO2-Rechte.html
01.11.13

BND

Geheimdienst warnt vor Kampf um CO2-Rechte

Öl-Knappheit ist ein Mythos, glaubt der BND. Da durch neue Technologien viel mehr gefördert wird, droht nun ein Kampf um Luftverschmutzungsrechte – und ein rasanter Anstieg der globalen Temperatur.
Der Klimawandel geht weiter
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Foto: Infografik Die Welt

Der Klimawandel wird nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) immer stärker ins Zentrum strategischer Konflikte rücken. Angesichts einer zunehmenden Förderung von Öl und Gas sei die Versorgungssicherheit dagegen nicht mehr das zentrale Thema, heißt es aus Sicherheitskreisen in einer neuen BND-Analyse. "Künftig haben wir kein Problem knapper Reserven mehr."
Daraus folge aber, dass der Ausstoß des Klimagases CO2 zunehme und die Umwelt weiter belaste. "Der Verteilungskampf wird darum gehen, wer künftig wie viel CO2 emittieren darf", heißt es in einer neuen Bewertung des BND, der damit seine Analyse über die Folgen der Schiefergas-/Schieferölfunde in den USA von November 2012 und Juni 2013 aktualisiert hat. Die Behörde bestätigte die Existenz der Studie auf Nachfrage der "Welt".
Grund für den erwarteten dramatischen Wechsel in geostrategischen Debatten ist laut BND nicht nur, dass Schwellenländer immer mehr Energie verbrauchen. Vor allem erschwert die zunehmende Förderung von sogenanntem unkonventionellem Gas und Öl den Wechsel von fossilen auf erneuerbare Energien immer mehr.
FAKTEN ZUM KLIMA
  • Kohlendioxid
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USA exportieren bereits Kohle

Die ausgewiesenen und anerkannten weltweiten Reserven aus Öl und Gas stiegen durch neue Fördertechnologien immer weiter. Der BND rechnet wegen steigender Produktion etwa in Nordamerika deshalb mit sinkenden Gas- und Ölpreisen. "Auch Kohle ist billiger als vor fünf Jahren", heißt es. Denn in den USA sei Kohle teilweise von billigem Gas verdrängt worden und werde sogar nun exportiert, auch nach Deutschland.
Und die frühere Sorge vor einem Versiegen der Öl- und Gasquellen ist verflogen. Stattdessen nehme die Zahl der heute nachgewiesenen anerkannten Reserven fossiler Energieträger weltweit immer mehr zu. Grund sind neue Technologien, die die Förderung aus bisher unzugänglichen Lagerstätten ermögliche.
Brisant ist die Analyse und die Warnung vor einem "Deponieproblem" für Klimagase, weil sie nicht von Umweltschützern stammt, sondern von einem Auslandsgeheimdienst. Bereits heute sei absehbar, dass noch vor 2040 die Grenze des CO2-Anteils in der Luft von 0,045 Volumenprozent (450 ppm) überschritten werde. Dies bedeutet, dass in einer Million Luftmoleküle 450 Kohlendioxidmoleküle enthalten sind.
Dieser Wert gilt bei Klimaforschern und im "World Energy Outlook" als kritische Grenze dafür, dass die Erderwärmung nicht über zwei Grad im Durchschnitt steigt. Internationale Klimaforscher hatten errechnet, dass bis 2050 dafür höchstens weitere 1110 Milliarden Tonnen C02emittiert werden dürften. Als Folge der Erderwärmung werden etwa ein Anstieg des Meeresspiegels, die Zunahme extremer Wetterbedingungen in weiten Teilen der Welt und riesige volkswirtschaftliche Kosten von Ökonomen wie dem Briten Nicholas Stern erwartet.

Zwickmühle für die Bundesregierung

"Schon die Verbrennung der heute nachgewiesenen Reserven von Kohle ergäbe aber bereits Emissionen von 1700 Milliarden Tonnen CO2, bei Öl über 600 Milliarden Tonnen, bei Gas über 400 Milliarden Tonnen CO2", wird beim BND gewarnt. Würden alle Ressourcen an fossilen Energieträgern – das sind die bekannten, aber noch nicht offiziell als nutzbar anerkannten Lagerstätten – verbrannt, ergäbe dies sogar CO2-Emissionen im gigantischen Umfang von über 40.000 Milliarden Tonnen.
Nimmt sich die neue Bundesregierung die Warnung zu Herzen, dürfte dies ein erhebliches Umdenken erfordern. Zwar hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer ersten Legislaturperiode in internationalen Klimakonferenzen selbst den Vorschlag gemacht, der Pro-Kopf-Ausstoß an Klimagasen müsse sich weltweit immer mehr annähern. Der in Industrieländern müsse also drastisch sinken, jener in Schwellenländern wie Indien dürfe indes noch steigen, weil eine wachsende Mittelschicht einen höheren Lebensstandards anstrebe.
Allerdings steht zur Zeit beim Thema Energiewende in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD vor allem die Frage des Preises im Vordergrund. Daher werden Stimmen immer lauter, parallel zu erneuerbaren Energien auch weiter auf Kohle zu setzen. Vor allem Nordrhein-Westfalen und die ostdeutschen Länder dringen zudem darauf, ihre Industrien zu schützen.

Freitag, 1. November 2013

Obdachlose füttern verboten – USA ziehen neue Saiten bei Ausblendung von Armut auf

http://qpress.de/2013/10/20/obdachlose-fuettern-verboten-usa-ziehen-neue-saiten-bei-ausblendung-von-armut-auf/

Obdachlose füttern verboten – USA ziehen neue Saiten bei Ausblendung von Armut auf

verboten forbidden dont feed homeless keine obdachlosen fuetternLand of the Free: Wer nun glaubt, es handele sich bei der Überschrift um einen üblen Scherz, der kennt nicht die amerikanischen Realitäten. Wer Obdachlosen Lebensmittel in der Öffentlichkeit anbietet muss jetzt mit Gefängnis rechnen. Man kann es den Obdachlosen zwar nicht verbieten sich in den Städten aufzuhalten, dafür kann man aber den edlen Gebermut derjenigen mit Gefängnis bedrohen, die sich erdreisten solchen Menschen helfen zu wollen. So gedenkt man wenigstens die Sichtbarkeit von Armut in den Ballungszentren eliminieren zu können, wenn sie schon sonst nicht in den Griff zu bekommen ist.
Natürlich dürfen die Amerikaner auch weiterhin Obdachlosen helfen, nur eben nicht in der Öffentlichkeit. Selbst große Hilfsorganisationen und kirchliche Einrichtungen bekommen jetzt das Gesetz zu spüren, wie hier in Raleigh, NC: „Church Group Members Threatened With Arrest for Handing Out Biscuits, Coffee to the Homeless“ [abcNEWS.go.com]. Die Ausgabe von Lebensmitteln in der Öffentlichkeit wird ihnen vielerorts schlicht untersagt oder unmöglich gemacht. Natürlich gibt es dafür auch eine passende Rechtsgrundlage, schließlich muss ja alles mit rechten Dingen zugehen, auch wenn man die zunehmende Armut ausblendet. Diese Regelung knüpft an ein „Anti-Camping-Gesetz” an. Man kann ja auch nicht wollen, dass Obdachlose ausgerechnet in den Metropolen kampieren, nur weil die Chance hier größer ist von Passanten Hilfe zu erhaschen.
Ein weiterer Artikel der sich mit dieser Situation und dessen Verlauf befasst: „It Is Illegal To Feed The Homeless In Cities All Over The United States“ [The Economic Collapse], da ist man schon recht schnell dahinter gekommen, dass sich eine neue Herzlosigkeit in Amerika breit macht. Aber mal ehrlich, bettelnde und hungerleidende Menschen stören natürlich total den amerikanischen Traum von der Grenzenlosigkeit des Wohlstands, der sich in erschreckendem Maße auf immer weniger Menschen konzentriert … systembedingt.
Natürlich ist dies noch nicht in ganz Amerika der Fall, aber es verbreitet sich. Kennen wir nicht alle die Schilder aus dem Zoo: „Füttern verboten”? Vielleicht solche Schilder demnächst auch an öffentlichen Plätzen? Eine weitere Schilderung dazu: Feeding The Homeless Illegal in many U.S Cities [The ALLEGIANT]. Dann bemüht man ganz tolle weitere Gründe warum das Füttern von Obdachlosen ungesund ist. Kein geringerer als Mr. Bloomberg, Bürgermeister von New York, ein ziemlich harter Hund, führte dann ins Feld, dass man Salz-, Fett- und Balaststoffe der Gaben nicht bewerten oder kontrollieren könne. Da ist es bestimmt besser keine Lebensmittel auszuteilen … da ist man auf der sicheren Seite. Natürlich alles nur aus Sorge um das Wohlergehen der Obdachlosen und dem öffentlichen Anspruch alles kontrollieren zu müssen. Wir sehen, an Ideenmangel leidet die Herrschaft nun wahrlich nicht, um Mildtätigkeit in der Öffentlichkeit unmöglich zu machen.

Wenn sich aber die Obdachlosen aus der Mülltonne ernähren, dann ist das weniger problematisch, weil für derlei eigenmächtiges Handeln der Betroffenen nun wirklich niemand die Verantwortung übernehmen kann. In anderen Städten ist es zwar (noch) nicht illegal Obdachlose zu speisen, aber vielfach muss man dann eine entsprechende Befähigung nachweisen. Natürlich nur wegen des korrekten Umgangs mit Lebensmitteln. Die könnten auf den 100 Metern vom Supermarkt bis zum Bedürftigen schließlich lebensbedrohliche Eigenschaften annehmen. So hat man in Philadelphia auch sogleich einer Frau schon mal eine Geldbuße von 600 Dollar angedroht, für jeden Tag an dem sie ihre Lebensmittel-Unterstützung für obdachlose Kinder fortsetzen wolle. All diese Schikanen sind wunderbar geeignet Mitgefühl und Restmoral innerhalb der Bevölkerung erfolgreich zu bekämpfen, auf dass auch weiterhin alles ganz sauber aussieht.
Was kommt noch? In Rumänien testet man schon erfolgreich die Beseitigung von Straßenkötern. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis es auch den Mittellosen in Amerika so ergehen könnte. Wer schon die direkte Hilfe von Hilfsbedürftigen über Umwege unter Strafe stellt, der ist davon nicht mehr weit weg. Jetzt werden wieder viele Gutmenschen aufschreien und sagen, nein soweit kann es doch gar nicht kommen? Dann genügt ein einfacher Blick in die Geschichtsbücher, zu was doch der Mensch so alles fähig ist. Es gab sogar in Deutschland schon einmal Zeiten, da wurde bestraft wer versuchte anderen Menschen das Leben zu retten, also alles nicht wirklich neu für uns, nur Amerika lässt es in neuem Gewand erstrahlen, ist auch gar nicht rassistisch, sondern am Geldbeutel orientiert.
Und wer den vertieften Blick in die amerikanische Rechtsstruktur wagt, der wird recht schnell dahinter kommen, dass da längst völlig totalitäre Züge im Anmarsch sind. Eine Eskalation in diese Richtung darf erwartet werden, sobald ein nationaler Notstand ausgerufen wird und der kann recht schnell kommen. Dann ist die amerikanische Verfassung endgültig Makulatur und eine Reihe von „Presidential Orders“ nimmt dann das komplette Recht in die Hand. Und wer die kennt, der weiß wie wenig schmeichelhaft die sind. Da ist nicht ein Stück Demokratie mehr dran.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Griechenland: Erstes Konzentrationslager in Betrieb

http://www.iknews.de/2012/05/01/griechenland-erstes-konzentrationslager-in-betrieb/

Griechenland: Erstes Konzentrationslager in Betrieb

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In den USA gibt es sie bereits über das ganze Land verteilt, Internierungslager oder auch einfach KZ´s. Auch in den USA wird es damit begründet, dass die Flüchtlingsströme aus Mexiko der Auslöser sind, jedoch ist diese Erklärung schon alleine durch die Positionen der Lager schwer zu erklären. Das seinerzeit größte Lager in den USA könnte 40.000 Menschen auf einen Schlag einpferchen, von derartigen Strömen habe ich bisher noch nichts gehört. Nun beginnt in Europa der Aufbau einer Infrastruktur, welche wir seit dem zweiten Weltkrieg als ausgestorben glaubten. Das erste griechische KZ hat seinen Dienst aufgenommen und weitere 50 sollen folgen. Was ist von den Erklärungen zu halten?

Spätestens wenn nach den Wahlen den Bürgern klar wird, nichts wird sich ändern und die Zeiten gar noch schlimmer, kann sich Griechenland auf Krawall und Revolten gefasst machen. Nun jedoch zunächst zur offiziellen Erklärung für die “Internierungslager”. Hierfür einige Zeilen aus der BAZ:
Erstes Internierungslager für Flüchtlinge eröffnet
130’000 Menschen kommen jedes Jahr illegal nach Griechenland. Sie sollen künftig in speziellen Lagern untergebracht werden. Wenige Tage vor der griechischen Parlamentswahl wurde das erste eröffnet.
[...]
Mehrere Dutzend Menschen seien heute nach Amygdaleza gebracht worden, teilte die Polizei mit. Eine erste Gruppe von 52 Personen wurde bereits gestern interniert. Das Lager ist für 1200 Insassen ausgelegt.
[...]
Pro Jahr kommen über die See- und Landgrenzen Griechenlands etwa 130’000 Menschen illegal ins Land, der grösste Teil von ihnen über die Türkei.
[...]
Mit dem Zustrom wurde auch ein starker Anstieg von Gewaltverbrechen verzeichnet.
[...]
Das jetzt errichtete Lager im Westen der Hauptstadt Athen soll 1000 Insassen aufnehmen können. Insgesamt sollen bis Mitte 2013 rund 50 solcher Lager gebaut werden.[1]
Wer sich zunächst die Fakten ansieht, kommt nicht umhin sich einige Fragen zu stellen. Warum schafft man die Flüchtlinge nach Athen, dem am dichtesten besiedeltem Gebiet in Griechenland? Die größten Flüchtlingsströme dürften doch eher im Norden Griechenlands auf dem Landwege oder zumindest sehr kurzem Seeweg stattfinden, wenigstens was den “größten Teil” der Flüchtlinge, dem aus der Türkei angeht? Wenn noch 50 solcher Lager gebaut werden, würde nur bei einer Hochrechnung die Kapazität, ohne größere Lager bei 50.000 – 60.000 liegen. Will man die Flüchtlinge ganzjährig beherbergen? Sehen wir mal von bedingten saisonalen Schwankungen ab, würde es im Monat ~ 10.000 Flüchtlinge betreffen und gewisse Kapazitäten muss es ja auch jetzt schon geben, so meine bescheidene Meinung.
Hier eine Karte vom Bereich Griechenland und der Türkei um sich ein etwas besseres Bild von der Region und der Lage des ersten KZ´s machen zu können:
Fazit: Es ist ein sehr übler Beigeschmack dabei und wenn nun bald Spanien damit beginnt “Flüchtlingsauffanglager” zu bauen, wird noch etwas deutlicher, wohin die Reise geht. In den USA steht die Logistik der Internierungslager und bisher ist der große Strom der Mexikaner ausgeblieben. Wofür die Regierungen solche Konzentrationslager letztendlich bauen, bleibt der Phantasie der Leser überlassen, aber zumindest die offizielle Erklärung wirkt doch ein wenig konstruiert. Die Zunahme der Kriminalität hat mit absoluter Sicherheit auch sehr viel mit der wachsenden Armut und der Wut der Bürger zu tun.
Carpe diem

Weitere interessante Artikel:

Samstag, 28. September 2013

Mann soll 500.000 Euro Strafe zahlen - weil er Bohnen anbaut

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Mann-soll-500-000-Euro-Strafe-zahlen-weil-er-Bohnen-anbaut-id27145892.html

26. September 2013 07:27 Uhr

LANDKREIS AUGSBURG

Mann soll 500.000 Euro Strafe zahlen - weil er Bohnen anbaut

Weil er in Gablingen ohne Genehmigung einen Kleingarten betreibt, droht Mehmet Anac jetzt eine Strafe von bis zu einer halben Million Euro.
Weil er ohne Genehmigung einen Kleingarten betreibt, droht Mehmet Anac eine Strafe von bis zu einer halben Million Euro.
Foto: Andreas Lode
Preisfrage: Was muss man anstellen, um eine Geldstrafe in Höhe von einer halben Million Euro angedroht zu bekommen? Manch einer denkt dabei an Wirtschaftskriminalität, Steuerbetrug oder Ähnliches – und liegt dabei wohl richtig. Korrekt wäre aber auch diese Antwort: Man muss in Gablingen Bohnen anbauen und dazu einen Bauwagen aufstellen. Denn genau das hat Mehmet Anac getan: In einem Böschungsbereich eines Grabens außerhalb des Ortes hat der 72-Jährige es sich vor einigen Jahren an einem Nebenfluss der Schmutter gemütlich gemacht. Neben einigen Bohnenstangen hatte Anac auf dem Grundstück auch einen Bauwagen, Tische, Stühle und ein kleines Gewächshaus für Tomaten aufgestellt.

500.000 Euro Strafe - wegen einiger Bohnenstangen

Jahrelang störte sich niemand an dem Treiben – bis Anac im Juli dieses Jahres ein Schreiben vom Landratsamt bekam. Darin wurde aufgelistet, was er auf den Grundstücken mit den Flurnummern 1284 und 1288 unrechtmäßig aufgebaut hat – verbunden mit der Forderung, alles bis spätestens Anfang November zu entfernen. Der letzte Teil des zweiseitigen Briefs lief Anac aufhorchen: Darin weist ihn die Behörde darauf hin, „dass die rechtswidrige Errichtung von Gebäuden und baulichen Anlagen insbesondere im Außenbereich“ eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Der damit verbundene Bußgeldrahmen bewegt sich bis zu 500.000 Euro. Das Schreiben endet mit dem Zusatz „Die Einleitung eines entsprechenden Bußgeldverfahrens gegenüber Ihnen behalten wir uns ausdrücklich vor!“
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Freunde wollen sich für Mehmet Anac einsetzen

Für Anac, der zuvor nichts von alledem ahnte, war das ein Schock: „Ich lebe seit 40 Jahren in Deutschland und habe noch nie Probleme mit dem Gesetz gehabt“, beteuert er. Das Grundstück, auf dem er die Geräte abgestellt hatte, habe er vor über zehn Jahren von Georg Schuster in Gablingen angemietet: Für diesen sei die Wiese wegen der schlechten Bodenverhältnisse unbrauchbar. Eine Pacht verlangt Schuster deswegen nicht: „Ich bekomme ab und zu eine Gurke von der Familie, das passt dann auch.“ Richtig geärgert hat sich hingegen ein anderer Gablinger, der mit Anac seit Jahren befreundet ist: Pius Kaiser, der für die Freien Wähler ehemals das Bürgermeisteramt der Gemeinde innehatte. In Kaisers Elternhaus wohnt Anac seit 40 Jahren mit seiner Frau, auch deren fünf Kinder sind dort aufgewachsen. „Ich bin mit Mehmet Anac befreundet. Deswegen hat es mir wehgetan, wie mit ihm umgegangen wird. Was er da draußen gemacht hat, hat doch niemanden gestört.“

Das Landratsamt lenkt ein

Anac versteht die Welt auch nicht mehr: „Ich esse gerne Bohnen, deswegen habe ich die angebaut. Das ist mein Hobby. Geld will ich damit keines verdienen. In dem Bauwagen habe ich mich ausgeruht.“ Mit einem Brief an Landrat Martin Sailer wollte Kaiser sich für den Freund einsetzen – eine Antwort darauf habe er bislang nicht erhalten. „Mir hat man gesagt, der ist verloren gegangen.“
Stattdessen lenkte das Amt auf Nachfrage ein: Die Verwaltung sagte unserer Zeitung, dass die „gärtnerische Nutzung nicht im Vollzugsfokus steht“. Das Strafmaß bemesse sich zudem an der allgemeinen Gesetzesgrundlage. Übersetzt heißt dies so viel wie: Solange sich niemand beschwert, ist es in Ordnung, wenn Anac weiter seine Bohnen anpflanzt, alles andere muss aber weg.
Tatsächlich hat der 72-Jährige bereits sein Lager und den Bauwagen entfernt. Die Stangenbohnen hätte er nach der Ernte ohnehin ausgerissen. Im nächsten Jahr pflanzt er sie wieder an – wenn er darf.

Donnerstag, 26. September 2013

Nestle CEO says You Shouldn’t Have the Right to Water

http://www.undergroundhealth.com/nestle-ceo-says-you-shouldnt-have-the-right-to-water/

Nestle CEO says You Shouldn’t Have the Right to Water



By Matt Hall — Staff Writer
Get ready to feel infuriated: the CEO of Nestle, Peter Brabeck, has been caught on video saying he believes water should not be a public right, that instead it should be something only the wealthy have access to. As Nestle is the 27th largest company in the world and does over $65 billion in business, the attitudes of this corporate head are very frightening. Here’s a collection of some of the most disturbing quotes from this video:

On Organic Food:

A good example is the organic movement. Organic is now best. but organic is not best
After 15 years of eating GM food products in the USA, not one single case of illness from eating them has occurred to date. And in spite of this we’re all so uneasy about it in Europe that something might happen to us.
Organic isn’t best? And there’s been no health problems associated with eating their GMO food? With this statement, Brabeck is laughably either out of touch, in denial, or being dishonest. More and more studies are finding just how dangerous and even deadly GMO food is. A lot of the GMO food that’s causing cancer, Parkinson’s digestive problems and other serious health issues is made by Nestle, Brabeck’s company.

On the Balance Between Man and Nature

Today people believe that everything that comes from nature is good. that represents a huge change because until recently we always learned that nature could be pitiless. Man is now in the position to provide some balance to nature. But in spite of this we have something approaching a shibboleth that everything that comes from nature is good.

On Water as a Public Right

Water is of course the most important raw material we have today in the world. It’s a question of whether we should privatise the normal water supply for the population. And there are two different opinions on the matter. The one opinion, which I think is extreme, is represented by the NGOs, who bang on about declaring water a public right. That means as a human being you should have a right to water. That’s an extreme solution. And the other view says water is a foodstuff like any other. and like any other foodstuff it should have a market better. Personally I think it’s better to give foodstuff a market value . . .

Water — which comes out of the earth freely — is necessary for the survival of every creature and plant on the planet. By making water a commodity — something only accessible from a big corporation like Brabeck dreams — our society will move into a dystopia where corporations decide who gets to live and who gets to die by rationing the most plentiful resource on the planet.

On Corporate Responsibility

I’m still of the opinion that the biggest social responsibility of any CEO is to maintain and ensure the successful and profitable future of his enterprise.
Notice how Brabeck said the most important social responsibility isn’t to provide for the less fortunate or reduce environmental impact so future generations can enjoy this planet. No, he said the most important thing a CEO can do is selfishly look out for the survival of his own company.

Brabeck’s Not Alone in His Elitist Views

The sad thing is, this leaked video shows Brabeck expressing the same sentiments hundreds of other CEOs share. You can watch the entire frightening thing in the video below:
If you’re interested in boycotting Nestle water products, here’s a list of their brands:
  • Arrowhead
  • Aqua Spring
  • Calistoga
  • Deer Park
  • Deep Spring
  • Ice Mountain
  • Glaciar
  • Klosterquelle
  • Nestle Wellness
  • Nestle Pure Life
  • Ozarka
  • Poland Spring
  • Perrier
  • S. Pellegrino
  • S. Barnardo
  • Water Line
  • Zephyrhills

Samstag, 20. April 2013

Saatgut - Gefahr für Saatgut durch neue Gesetze 2013


https://helfen.global2000.at/de/freiheit-f%C3%BCr-die-vielfalt

VIELFALT VERSUS PROFIT
Gefahr für Saatgut durch neue Gesetze 2013 wird das EU-Saatgutrecht überarbeitet. Die Industrie betreibt Lobbying für Gesetze, die kleine Samenhändler, Baumschulen, bäuerliches Saatgut und die Sorten

Auf EU-Ebene wird eine neue Saatgutverordnung verhandelt, von der wieder einmal die Agrarkonzerne profitieren werden. Alte und seltene Sorten sollen dadurch in die Illegalität getrieben werden. Die bunt gesprenkelte Paradeiser, die violetten Erdäpfel, der gschmackige Apfel aus der Kindheit – all das würde aus unseren Gärten und von unseren Tellern verschwinden.

Während KonsumentInnen, GärtnerInnen und LandwirtInnen von der Vielfalt abgeschnitten werden, kann die Agrarindustrie aufatmen: Ist die Vielfalt erstmal verdrängt, können sie den Menschen die genormte Einfalt auftischen. Die EU-Saatgutverordnung fördert die Konzentration von Saatgut in den Händen weniger Multis. Für viele lokal angepasste, seltene und alte Sorten von Gemüse, Obst und Getreide wäre das das sichere Ende.

Vorgesehen sind kostspielige Testverfahren, die nur industrielle Sorten der Agrarkonzerne bestehen können – alte und seltene Sorten werden damit von Weitergabe und Anbau ausgeschlossen. Damit bestimmen die Konzerne, was angebaut werden darf und auf unsere Teller kommt.

Die EU-Saatgutverordnung muss die Vielfalt akzeptieren, statt sie zu vernichten. Nur eine echte Vielfalt an Sorten sichert, dass unsere Landwirtschaft sich an veränderte Bedingungen anpassen kann.

Nestlé: Stop trying to patent the fennel flower.

http://action.sumofus.org/a/nestle-nigella-sativa/5/2/?sub=fb

Nigella sativa -- more commonly known as fennel flower -- has been used as a cure-all remedy for over a thousand years. It treats everything from vomiting to fevers to skin diseases, and has been widely available in impoverished communities across the Middle East and Asia.

But now Nestlé is claiming to own it, and filing patent claims around the world to try and take control over the natural cure of the fennel flower and turn it into a costly private drug.

Tell Nestlé: Stop trying to patent a natural cure

In a paper published last year, Nestlé scientists claimed to “discover” what much of the world has known for millennia: that nigella sativa extract could be used for “nutritional interventions in humans with food allergy”.

But instead of creating an artificial substitute, or fighting to make sure the remedy was widely available, Nestlé is attempting to create a nigella sativa monopoly and gain the ability to sue anyone using it without Nestlé’s permission. Nestlé has filed patent applications -- which are currently pending -- around the world.

Prior to Nestlé's outlandish patent claim, researchers in developing nations such as Egypt and Pakistan had already published studies on the same curative powers Nestlé is claiming as its own. And Nestlé has done this before -- in 2011, it tried to claim credit for using cow’s milk as a laxative, despite the fact that such knowledge had been in Indian medical texts for a thousand years.

Don’t let Nestlé turn a traditional cure into a corporate cash cow.

We know Nestlé doesn’t care about ethics. After all, this is the corporation that poisoned its milk with melamine, purchases cocoa from plantations that use child slave labor, and launched a breast milk substitute campaign in the 1970s that contributed to the suffering and deaths of thousands of babies from poor communities.

But we also know that Nestlé is sensitive to public outcry, and that it's been beaten at the patent game before. If we act fast, we can put enough pressure on Nestlé to get it to drop its patent plans before they harm anyone -- but if we want any chance at affecting Nestlé's decision, we have to speak out now!